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Einsatz Nummer 10 bis 46, Freitag, den 30.05.2008, ab 16.37 Uhr, Hilfeleistung 3/ Brand 3 Freiwillige Feuerwehr Aichwald
Einsatz Nummer 10 bis 46, Freitag, den 30.05.2008, ab 16.37 Uhr, Hilfeleistung 3/ Brand 3
Ein schweres Unwetter zog am Freitag über die Schurwaldgemeinde. Neben Aichwald war v. a. die Gemeinde Weinstadt stark betroffen. Vom Unwetter besonders stark getroffen war der Ortsteil Aichelberg. Neben Hagel sorgte vor allem der Starkregen für viel Arbeit für die Floriansjünger. Besonders die Randlagen der Ortschaften waren stark betroffen Das Wasser schoss förmlich über die landwirtschaftlichen Flächen. Der über Wochen ausgetrocknete Boden war nicht in der Lage, die Wassermassen aufzunehmen. Mit dem Wasser wurden zudem große Mengen Schlamm mitgerissen. In den betroffenen Häusern entstand teils beträchtlicher Schaden. Aufgrund der Vielzahl der Einsätze werden nachfolgend nur einige exemplarisch dargestellt.

Als Feuerwehr um 16.37 Uhr über Funkmelder alarmiert worden sind, konnte keiner der eingesetzten Kräfte abschätzen, dass sich dieser Einsatz bis 1.30 Uhr in der Nacht ziehen würde. Alle drei Abteilungen, Aichelberg, Schanbach und Aichschieß waren pausenlos im Einsatz. Anfangs gingen v. a. Meldungen über voll gelaufene Keller ein. Die Einsatzkräfte bestückten ihre Fahrzeuge mit dem benötigten Material und fuhren zu den erst genannten Einsatzstellen. Gerade dort angekommen wurden die Floriansjünger zu einem vermeintlichen Brand alarmiert. In aller Hektik packten die Besatzungen des Schanbacher Löschfahrzeugs und des Tanklöschfahrzeugs ihre eben erst ausgelegte Ausrüstung wieder ein und eilten ins aichschießer Industriegebiet. Auf der Anfahrt rüsteten sich die beiden Angriffstrupps bereits mit Atemschutz aus. Rasch konnte jedoch Entwarnung gegeben werde. Durch einen Wassereinbruch in den Schaltschrank der Brandmeldeanlage löste diese vermutlich aus. Bereits an Ort und Stelle wurde gleich Wasser von der Bodenfläche zwischen zwei Gebäudeteile sowie vor einer Vertiefung an einer Laderampe mittels Tauchpumpe entfernt. Beide Fahrzeuge konnten nach einer guten halben Stunde wieder zu anderen Einsatzstellen weiterfahren.
In der Zwischenzeit verschafften sich die Führungskräfte einen Überblick über die Lage. So konnte zu einem frühen Zeitpunkt die Kräfte gezielt an Stellen eingesetzt werden, die vom Unwetter besonders stark getroffen wurden. Im aichelberger Hagweg war ein Haus besonders stark betroffen. Die vorhandene Drainage war mit Schlamm komplett zugesetzt und aus diesem Grund nicht mehr funktionstüchtig. Das Wasser hatte eine derartige Kraft, dass ein Garagentor eingedrückt wurde und die Heizöltanks aufschwammen. Der Keller stand 1,30 m unter Wasser. Zusätzlich wurde die Feuerwehr Plochingen mit einem Ölsanimat an diese Einsatzstelle gerufen. Das Wasser wurde mittels diverser Pumpen abgesaugt und anschließend mittels Ölsanimat gereinigt.
In Schanbach galt es auch einige Einsatzstellen abzuarbeiten. Beispielsweise drang Wasser in die Tennishalle ein. Die Hauptstraße in Richtung Lobenrot musste von Schlamm gereinigt werden.

Aufgrund der Vielzahl der Einsatzstellen konnte nicht überall geholfen werden. Ähnlich der Triage beim Rettungsdienst, bei der eine Beurteilung der Schwere der Verletzungen der Opfer gemacht wird und anschließend entschieden die Reihenfolge der Behandlung wird, wurden die Einsatzstellen begutachtet. In vielen Fällen schlossen sich Anwohner zusammen und halfen sich gegenseitig. Als die Feuerwehr einige Stunden später eintraf, waren die erschöpften Floriansjünger nicht böse, wenn sie erfuhren, dass sie nicht mehr eingreifen müssen.
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