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Wissenswertes zur Gemeinde Aichwald
Die im Jahre 1974 gegründete Gemeinde Aichwald liegt auf der Hochfläche des Schurwalds, zwischen dem Neckar- und Remstal. Inmitten des vielbesuchten Naherholungsgebietes "Vorderer
Schurwald" vor den Toren Stuttgarts bilden die fünf Ortsteile Aichelberg,
Aichschieß, Krummhardt, Schanbach und Lobenrot die Gemeinde Aichwald. Heute hat
die Gemeinde rund 7800 Einwohner.
Die Entfernung zur Kreisstadt
Esslingen am Neckar beträgt 10 km, die Landeshauptstadt Stuttgart ist 20 km von
Aichwald entfernt. Nur nach Esslingen besteht eine Busverbindung. Die Linie 114
verkehrt zwischen dem ZOB in Esslingen und den einzelnen Ortsteilen. Von dort
besteht ein Anschluss an das S-Bahnnetz und den Bahnfernverkehr.Zu den Anschlussstellen der
B10 Stuttgart – Ulm Waiblingen – Aalen sind es ebenfalls jeweils 10 km.
Die Landschaft ist geprägt durch Streuobstwiesen, traditionsreiche Weinberge in Aichelberg und besonders die großen Waldflächen, die die Gemeinde umrahmen.
14 markierte Rundwanderwege bieten ideale Voraussetzungen für erholsame
Spaziergänge, bei denen eindrucksvolle Ausblicke auf das Rems- und Neckartal
sowie auf die Schwäbische Alb möglich sind. Die ausgeschilderten Rundwanderwege
haben eine Länge zwischen drei und dreizehn Kilometern. Mehrere Grill- und
Rastplätze, denen teilweise Spielplätze angeschlossen sind, laden zu einer gemütlichen
Pause ein.
Seit 1974 investierte die
Gemeinde kontinuierlich in den Neubau bzw. den Erhalt öffentlicher Gebäude.In den Ortsteilen Aichelberg,Aichschieß und Schanbach gibt es diverse, wohnortnahe Kindergärten und jeweils
eine Grundschule. In Schanbach gibt es zusätzlich eine zentrale Hauptschule für
alle Ortsteile.In der Schanbacher Schule
finden zudem der Jugendmusikunterricht und Veranstaltungen der Volkshochschule
(VHS) statt.
Die beiden Schulsporthallen werden auch von den Sportvereinen für Training und Turniere genutzt.Die Schurwaldhalle ist Ort zahlreicher
Veranstaltungen. Sie ist unterteilt in zwei separat nutzbare Hallen – der
Sporthalle, die 800 Besucher Platz bietet, und einer Kulturhalle, deren großer
Saal bei Veranstaltungen für bis zu 430 Personen bestuhlt
werden kann. Weitere 100 Plätze bietet das Foyer. Weitere 5
Räume stehen den Vereinen für wöchentliche Proben zur Verfügung. Im ersten
Bauabschnitt wurde 1986 die Kulturhalle fertig gestellt, an die 1993 die
Sporthalle angeschlossen wurde. Alle Räumlichkeiten der
Kulturhalle können angemietet werden.
Mit dem Neubau des Rathauses
wurden zum einen die Verwaltung an einem Ort zusammengefasst, zum anderen waren
die Räumlichkeiten im nun „alten Rathaus“ frei. Nach einem Um- und Anbau sind
in diesem Gebäude seit 2002 die Räume der Ortsbücherei untergebracht.
Ein ganzjähriges abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm wird vom Aichwalder Vereinsring angeboten. In diesem sind derzeit ca. 40 Mitglieder
organisiert. Das Straßenfest, welches alle zwei Jahre stattfindet, und der
Weihnachtsmarkt gehören neben den jährlichen Feuerwehrfesten der einzelnen
Abteilungen zu den Höhepunkten des Aichwalder Veranstaltungskalenders.
Der Charme der
Schurwaldgemeinde wird neben der landschaftlich reizvollen Lage durch eine
stattliche Anzahl an Bau- und Kunstdenkmalen verstärkt. Besonders herausragend
sind die vier historischen Kirchengebäude.
Das Mitte des 15. Jahrhunderts aus einer
der Mutter Gottes geweihten Wallfahrtskapelle entstandene evangelische
Gotteshaus in Aichelberg wurde als freistehende Feldkirche gebaut. Mittlerweile
markiert es die südliche Baugrenze des in den letzten Jahren stark angewachsenen
Teilortes.
Eine Rarität ist das winzige Krummhardter Kirchlein, das zu den hübschesten
Gotteshäusern des Landkreises Esslingen zählt. Das heutige Kirchlein dürfte in
seiner heutigen Form erst nach dem Dreißigjährigen Krieg entstanden sein. An
die vorreformatorische Zeit – 1483 wird zum ersten Mal für Krummhardt eine
Kapelle erwähnt – erinnert nur noch wenig.
Die evangelische Pfarrkirche ist das herausragendste Baudenkmal Schanbachs.
Bezeichnenderweise stellt seit 1971 der bekannte Böblinger Modellhersteller Kibri
das malerische Gebäude als getreue Kopie im Maßstab 1:160 her. Bei dem
Gotteshaus handelt es sich um eine ungefähr um 1500 entstandene Chorturmkirche.
Eine Besonderheit bietet auch die evangelische Kirche in Aichschieß: Sie besitzt mit
ihren seit etwa 1890 wieder freigelegten frühgotischen Wandmalereien (um 1320)
eine weit über den landesüblichen Durchschnitt hinausragende Kostbarkeit.
Neben modernen Häusern sind noch eine Vielzahl vorbildlich hergerichtete
Fachwerkhäuser zu finden. Zahlreiche historische Fachwerke wurden allerdings
gemäß dem Trend seit Mitte des 18. Jahrhunderts verputzt, damit die Eigentümer
pflegeleichtere Fassaden erhalten und der Schein eines damals begehrteren
Steinbau vorgetäuscht werden konnte. Aus praktischer Sicht sollte der Putz aber
zugleich die Gefahr des Übergreifens der Flammen bei Hausbränden mindern.
Erst im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts änderte sich die Architekturmode erneut.
Viele Fachwerke wurden wieder freigelegt, neue Häuser wurden im sogenannten Heimatstil
erricht. Beispiele hierfür sind die ehemaligen Rathäuser in Schanbach (1940),
Aichelberg (1948) und Aichschieß (1949).
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