1975 Im
Zuge des Zusammenschlusses der bis dato selbstständigen Gemeinden Schanbach,
Aichelberg und Aichschieß zur Gemeinde Aichwald erfolgte auch eine
Vereinigung der selbstständigen Feuerwehren zur Freiwilligen Feuerwehr
Aichwald. Erster Gesamtkommandant wurde Gerhard Geyer, Mitglied der
Abteilung Schanbach.
Die Gesamtfeuerwehr gliedert sich seit dem in die
Abteilungen Schanbach, Aichelberg und Aichschieß, die aus den bis dato
selbstständigen Feuerwehren hervorgingen.
Die Abteilung Schanbach verfügte neben einer
Unterstellmöglichkeit im Schanbacher Rathaus noch eine weitere Garage in
einem etwa 50m entfernten Schuppen. Das TLF 8 auf einem Unimogfahrgestell
(Katastrophenschutzfahrzeug) wurde aufgrund der Heizmöglichkeit im Rathaus
untergestellt. Das LF 8 stand in einem Gemeindeschuppen in der Gartenstraße.
Der Löschgruppe Lobenrot stand ein Tragkraftspritzenanhänger (TSA)zur Verfügung.
Der Abteilung Aichschieß standen Räumlichkeiten für ein
LF 8 und Gerätschaften im Rathaus zur Verfügung. Zudem wurde im Krummhardter
Spritzenhaus noch ein Hydrantenwagen untergestellt.
Der Abteilung Aichelberg standen ebenfalls
Räumlichkeiten im dortigen Rathaus zur Verfügung. Dort wurde ebenfalls ein
LF 8 stationiert.
Im Anfangsjahr wurde der Schwerpunkt auf die
Verbesserung der persönlichen Schutzausrüstung der einzelnen Feuerwehrleute
Wert gelegt. Jedes Mitglied erhielt ein Paar Handschuhe und
Sicherheitsstiefel. Zudem wurden etappenweise neue Helme beschafft.
Im selben Jahr wurden für die Abteilung Schanbach die
ersten Aichwalder Atemschutzgeräte beschafft. Die Abteilungen Aichelberg und
Aichschieß erhielten eine zeitgemäße Funkausstattung und wurden erst später
mit Atemschutz ausgerüstet. Zudem wurde für die Abteilung Aichschieß eine
Schaumausrüstung beschafft. Somit waren die Aichschießer Kameraden die
einzigen, die mit Schaum löschen konnten.
1976 Schon in diesem Jahr wurde auf eine
gute medizinische Ausbildung der Feuerwehrleute Wert gelegt. Aus diesem Grund
mussten alle Mitglieder einen erste Hilfe Kurs absolvieren.
Im Verlauf des Jahres wurde das ehemalige Gefrierhaus zum
Unterrichtsraum für die Abteilung Aichschieß umgebaut und am 5. September mit
einem Tag der offenen Tür feierlich eingeweiht
Da viel Kameraden mit der Vollendung ihres 25. Dienstjahres
aus der Feuerwehr ausschieden, wurde die Gründung einer Reserveabteilung, in
der diese Kameraden zusammengefasst werden, diskutiert. Dieser Gedanke wurde
aber 1978 verworfen. Stattdessen wurde eine Diensterleichterung angedacht.
Das Durchschnittsalter der Feuerwehr lag damals deutlich
unter 30 Jahren. Die Gesamtfeuerwehr konnte der Einladung zu einem Ü-30
Fußballturnier nicht nachkommen, da keine Mannschaft aufgestellt werden konnte.
1978Dieses Jahr war von großer Bedeutung für die Abteilung Schanbach. Die Gemeinde Aichwald erwarb eine
ehemalige Omnibusgarage im
Ortskern von Schanbach. Der rechte Teil des Gebäudes stand fortan der
Abteilung Schanbach als Feuerwehrmagazin zur
Verfügung. Links war der gemeindliche Bauhof untergebracht. Erstmals
konnten alle Fahrzeuge an einem Standort zusammengefasst werden.
In Eigenregie wurden die Räumlichkeiten
renoviert und am 17. September mit einem Tag der offenen Tür
seiner Bestimmung übergeben. Im Ausschuss wurde die Gründung einer
Jugendfeuerwehr angeregt.
1979 Das Jahr begann mit einer Veränderung
in der Führungsspitze. Siegfried Beck von der Abteilung Schanbach wurde neuer
Gesamtkommandant. Der TSA in Lobenrot wurde aufgrund technischer Mängel
offiziell ausgemustert und nicht ersetzt.
Die Stille Alarmierung hat auch Einzug in Aichwald. Es
werden vorerst 23 Funkmelder beschafft. Zudem erhält die Wehr eine Kettensäge
und einen Trennschleifer.
1982 Die Abteilung Schanbach erhielt ein
neues Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 auf einem Mercedes Fahrgestell mit
Ziegleraufbau. Das Fahrzeug besitzt im Mannschaftsraum zwei Halterungen für
Atemschutzgeräte. Zudem ist das Fahrzeug mit einem hydraulischen Rettungssatz
ausgestattet. Das Gerätemagazin in Krummhardt wird aufgelöst.
1984 Eine Gründung einer Jugendfeuerwehr
muss aus finanziellen Gründen verschoben werden.
Im Jahr 1984 kam es zu zwei Großbränden. Ein Aussiedlerhof
und ein Kindergarten wurden ein Opfer der Flammen. Beim zweiten Großbrand
handelte es sich um Brandstiftung.
Aufgrund des überalterten Fahrzeugbestandes wurde ein
Beschaffungsprogramm erarbeitet.
1985 Zur Verbesserung der Kameradschaft wurde überlegt, eine Altersabteilung zu gründen.
1986 Am 30. August erhält die Abteilung Aichschieß für ein älteres Löschgruppenfahrzeug (LF 8) ein neues LF 8 leicht auf Mercedes Fahrgestell neuer Version mit einem Aufbau der Firma Ziegler. Das Fahrzeug wurde im Rahmen
eines Tags der offenen Tür übergeben.
Der Unimog der Abteilung Schanbach wird in 340 freiwilligen
Arbeitsstunden von Grund auf restauriert.
1988 Die Abteilung Aichelberg erhält ein Löschgruppenfahrzeug (LF8) leicht als Ersatz für ein älteres LF 8. Das
Fahrzeug ist beinahe baugleich wie
das Aichschießer Fahrzeug, verfügt aber zusätzlich über ABS und ASR. Die
Übergabe erfolgte am 04. und 05. Juni. Das alte Aichelberger LF 8 versieht
fortan seinen Dienst in Schanbach, da das dort stationierte Fahrzeug auf Grund
technischer Mängel ausgemustert werden musste.
Da das neue Fahrzeug deutlich größer war, musste das
Aichelberger Magazin zuvor umgebaut werden. Die Aichelberger Kameraden
erbrachten hierbei viele Stunden an Eigenleistung.
1991 Nach 5 jähriger Planungs- und Bauzeit
feierte die Feuerwehr Aichwald mit der Aichwalder Bevölkerung und
Feuerwehrabordnungen vom 24. bis 26. Mai den bisherigen Höhepunkt in ihrer
Geschichte: Die Einweihung des Haus der Feuerwehr in Schanbach. Das Haus
dient der Abteilung Schanbach als Magazin. Ferner verfügt es über
Einrichtungen, wie beispielsweise eine Waschbox, Montagegrube und die zentrale
Kleiderklammer, die von
allen Abteilungen genutzt werden können.
Der Neubau war nötig, da die Räumlichkeiten im bisherigen
Magazin, der ehemaligen Omnibusgarage, weder der Unfallverhütungsvorschrift
(UVV) entsprachen, noch ausreichend Platz für die Ausrüstung boten. Zudem war
das Gebäude in einem desolaten Zustand.
Im neuen Gebäude ist in einem räumlich getrennten Teil zudem
das DRK Aichwald untergebracht.
Im Rahmen der Einweihung des Haus der Feuerwehr weihte die
Feuerwehr Aichwald ihre über Spendengelder beschaffte Fahne.
1992 Die Abteilung Schanbach erhält als
Ersatz für das alte Aichelberger Löschgruppenfahrzeug (LF 8) ein neues Löschguppenfahrzeug (LF 16/12). Die Übergabe erfolgt am 19. September und wird mit einem Tag der offenen Tür am 20. September verbunden.
Nach 16 Jahren der Überlegung konnte nun die Jugendfeuerwehr
Aichwald gegründet werden. Das Gründungsdatum fällt mit der Fahrzeugübergabe,
den 19. September 1992, zusammen. Der Jugendfeuerwehr steht fortan das alte
Aichelberger LF 8 zur Verfügung. Allerdings mussten zuerst die vom TÜV beanstandeten
Mängel behoben worden.
1994 Im Jahr 1994 wurde eine neue Abteilung
gegründet: die Altersabteilung. Die Altersabteilung ist fortan die einzige
Abteilung, deren Mitgliederzahl seit der Gründung stetig wächst.
Nach 15 jähriger Kommandantentätigkeit trat Siegfried Beck
zurück. Klaus Geyer, von der Abteilung Schanbach, wurde zum neuen
Gesamtkommandant gewählt.
1996 Die Feuerwehr wird mit den
Einsatzjacken 90 ausgestattet. Dies führt zu einer deutlichen Verbesserung
des Schutzes des Feuerwehrmanns im Einsatz.
1997 Das Gerätehaus der Abteilung
Aichschieß wird entsprechend der UVV umgebaut. In der ehemaligen zentralen
Kleiderkammer werden die Spinde untergebracht. Zudem wird das Gebäude mit einer
Absauganlage ausgestattet. Dabei leisteten die Aichschießer Kameraden viele
Stunden an Eigenleistung.
2001 Die Ersatzbeschaffungen für alte
Fahrzeuge sind mit der Beschaffung eines Allradangetriebenen
Mannschaftstransportfahrzeug (MTW) abgeschlossen. Der MTW dient als
Mehrzweckfahrzeug: Einsatzleitfahrzeug, Mannschaftstransport und
Gerätetransport.
Das Fahrzeug ersetzt ein 36 Jahre altes Bund TLF 8 auf
Unimogfahrgestell.
2003 Jede Abteilung erhält ein Set
Absturzsicherung.
2005 Jeder Atemschutzgeräteträger erhält
eine so genannte Flammschutzhose sowie ein Paar flammfeste Handschuhe. Die
bisher für jeden Einsatz verwendeten Lederhandschuhe werden fortan für
technische Hilfeleistungen eingesetzt.
Von der Feuerwehr Waiblingen wird ein Anhänger mit
Tandemachse gebraucht beschafft. Auf diesem Anhänger werden das
Schlauchmaterial des Unimogs sowie eine TS 8 verstaut.
2010 Die Feuerwehr Aichwald bekommt
80 neue Einsatzjacken im Wert von 43.000€. Diese sollen die ca. 14 Jahre alten Einsatzjacken
vom Typ „Baden-Württemberg „ ersetzen, die nicht mehr der Norm entsprechen. Die neuen
Einsatzjacken sind vom dänischen Hersteller Viking. Zusätzlich bekommt die Abteilung Schanbach
ein neues Gasmessgerät zum Feststellen der Explosionsgrenze, die Sauerstoffkonzentration
und für CO- Messungen.