Feuerwehrhaus der Abteilung Schanbach
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Ein langer Weg…
Ein Zustand unzumutbarer Unterbringungen ging mit der
Einweihung des „Haus der Feuerwehr“ zu Ende. Mit diesem Gebäude stehen der
Abteilung Schanbach und dem Ortsverein Aichwald des Deutschen Roten Kreuz
moderne und den Unfallvorhütungsvorschriften entsprechende Räumlichkeiten zur
Verfügung.
Da die Geschichte des Hauses und Feuerwehr unmittelbar
miteinander verbunden sind, folgt an dieser Stelle ein kurzer Rückblick.
Angefangen hat es mit einer Garage im Schanbacher Rathaus. Dort stand lange Zeit das
Löschgruppenfahrzeug LF 8 der damaligen freiwilligen Feuerwehr Schanbach. In
den Ortsteilen Aichelberg und Aichschieß sind die Rathäuser bis heute noch
Domizil der beiden Abteilungen.
Im Jahre 1969 wurde dieser Raum in Schanbach sehr schnell zu
klein, da die Feuerwehr vom Katastrophenschutz ein Tanklöschfahrzeug TLF 8 auf
Unimogfahrgestell erhielt. Damit das Wasser im Tank nicht eingefrieren konnte,
wurde dieses Fahrzeug in der beheizbaren Garage im Rathaus untergestellt. Das
LF 8 musste in den Gemeindeschuppen in der Gartenstraße ausweichen. Man kann
sich leicht vorstellen, dass es im Alarmfall leicht zu Schwierigkeiten kommen
konnte, wenn Fahrzeuge aus verschiedenen Garagen geholt werden mussten.
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Besserung war in Sicht.
Die Räumlichkeiten eines stillgelegten Busunternehmens
wurden von der Gemeinde erworben. Diese boten Platz für den gemeindlichen
Bauhof und für die Abteilung Schanbach der Feuerwehr Aichwald. Auch als 1982
ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 angeschafft wurde, konnte der auf inzwischen
drei Fahrzeuge angewachsene Fuhrpark immer noch in dieser Halle untergebracht
werden. Für die Fahrzeuge war gesorgt – für die Feuerwehrleute war es
allerdings keine befriedigende Lösung.
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Die Sicherheit…
Die in der Unfallverhütungsvorschrift geforderten Standards
konnten bei weitem nicht eingehalten werden.
Es bestand kein separater Zugang
außerhalb des Gefahrenbereichs ausrückender Fahrzeuge. Die Feuerwehrleute
betraten das Gebäude durch dieselben Tore, aus denen die Fahrzeuge zu einem
Einsatz eilten. Manche Kameraden konnten beim Umziehen nicht umfallen, da die
Spinde so eng nebeneinander standen. Das Magazin verfügte über keine
Abgasabsauganlage, so dass die Feuerwehrleute sich im Dieselgestank umziehen
mussten. Auch nach einem Einsatz war es nicht sonderlich gemütlich: man musste
sich wieder in der inzwischen kalten Fahrzeughalle umziehen (ein „Vergnügen“
besonders im Winter!). Waren die Feuerwehrleute verschwitzt und/ oder
schmutzig, konnte sie sich bestenfalls auf die Dusche zu Hause freuen.
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Die Weiterbildung…
Neben den praktischen Übungen nimmt auch der theoretische
Unterricht einen breiten Raum in der Fortbildung der Floriansjünger ein. Für
die Durchführung des theoretischen Unterrichts diente lange Jahre die umgebaute
ehemalige Aichschießer Gemeinschaftsgefrieranlage. Ein langer und schmaler Bau,
der für derartige Zwecke nicht unbedingt prädestiniert war. Nicht, dass diese
Art der Unterbringung etwa nicht gut genug gewesen wäre – im Gegenteil! Die
Feuerwehr war froh, dass sie überhaupt einen entsprechenden Raum zur Verfügung
hatte.
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Der Silberstreif am Horizont…
So mussten es die Feuerwehrmänner empfunden haben, als der
Gemeinderat am 27. April 1987 beschloss, ein „Haus der Feuerwehr“ zu bauen, in
das gleichzeitig Räume für das DRK integriert sind, für die Planung einen
Wettbewerb auszuschreiben.
Gemeinderat. Vertreter der Feuerwehr und des DRK waren
gemeinsam zu zahlreichen Besichtigungsfahrten unterwegs. Man wollte wissen, wie
andere Gemeinde ähnliche Vorhaben gelöst hatten. Schließlich kann man von den
besten Lösungsansätzen anderer für sein eigenes Vorhaben profitieren und
etwaige Planungsfehler im Vorfeld vermeiden.
Nach der Ausschreibung des Planungswettbewerbs kam im Herbst
1987 die schwierigste Aufgabe für die Jury. Es galt unter allen eingereichten
Arbeiten die beste herauszufinden. Bereits Ende November erhielt das
Architekturbüro Gärtner&Schmidt-Hübner aus Stuttgart vom Gemeinderat den
Auftrag für die Planung. Pünktlich zum Winteranfang wurden die Fachingenieure
beauftragt. In den folgenden Monaten beschäftigte sich der Gemeinderat mit den
Planvorentwürfen, der Entwurfsplanung und zu guter Letzt mit dem Raumbuch.
Diesem stimmte er in seiner Sitzung vom 30. Januar 1989 zu. Damit war die
„Löwenarbeit“ geleistet – doch kein Grund zum ausruhen! Der Bauantrag musste
gestellt, Bauarbeiten öffentlich ausgeschrieben und vergeben werden.
Am 23. Juni war es dann so weit: der Spatenstich.
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Acht Monate später…
Acht Monate später konnte das Richtfest gefeiert werden.
Allerdings war der Baufortschritt für die Verantwortlichen ein Wechselbad der
Gefühle. Schien es am Anfang, als würden die Arbeiten am neuen
Haus schneller als geplant voran gehen, musste am Ende befürchtet werden, dass der Zeitpunkt
der Einweihung nicht gehalten werden könnte.
Doch am 18. März 1991 konnten die Fahrzeuge und sämtliche
übrigen Ausrüstungsgegenstände der Abteilung Schanbach in das neue Haus
umziehen.
Bis es so weit war, leisteten die Floriansjünger etliche
Stunden an Eigenleistung, besonders im Innenausbau, um den Gemeindeetat zu
entlasten.
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Kein Vergleich…
Das neue „Haus der Feuerwehr“ ist mit den alten Räumen in
der ehemaligen Omnibusgarage nicht mehr zu vergleichen. Das neue Domizil
verfügt über drei Fahrzeugstellplätze für die Einsatzfahrzeuge und eine Waschbox,
in der alle Fahrzeuge der Feuerwehr gewaschen und gewartet werden können.
Vorbei ist die Zeit, als man auf dem Weg zum Spind fürchten
musste, von losfahrenden Fahrzeugen übersehen bzw. zwischen Wand und Fahrzeug
eingeklemmt zu werden. Für den Alarmfall stehen nun zwei separate Eingänge zur
Verfügung, über die man gefahrlos zum Spind gelangen kann. Die Privatfahrzeuge
der zum Einsatz eilenden Wehrmänner müssen nicht mehr „bei Nacht und Nebel“ am
Straßenrand abgestellt werden. Ein Parkplatz mit 30 Stellplätzen bietet
ausreichend Platz. Aber auch das übrige Platzangebot kann sich sehen lassen:
eine Werkstatt, ein Lagerraum, Duschen und Toiletten sind vorhanden.
Bei den Sanitären Einrichtungen wurde ebenfalls schon in die
Zukunft geplant: Duschen und Toiletten sind für Frauen als auch für Männer
vorhanden.
Der planerische Weitblick setzt sich im Obergeschoss fort.
Für die bis dato noch nicht gegründete Jugendfeuerwehr wurde ein großer
freundlicher Raum geschaffen.
Ein großer, heller und weiträumiger Saal mit 120 Sitzplätzen
löste mehrere Probleme gleichzeitig.
Hauptsächlich dient er als Schulungsraum
für den theoretischen Unterricht. Er bietet die Möglichkeit, den Unterricht
durch Medien, wie beispielsweise Filme, Tageslichtprojektor oder Dias, zu
unterstützen. Zudem wird er als Vesperraum nach Übungen genutzt.
Dem Saal schließt sich eine Küche mit Vorratsraum an.
Im neuen „Haus der Feuerwehr“ wurde zudem eine zentrale
Kleiderkammer eingerichtet.
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Fazit…
Mit dem neuen Haus
steht den Aichwalder Feuerwehrmännern ein modernes und funktionales Gebäude zur
Verfügung. Das neue Haus wurde nicht nur für die Abteilung Schanbach gebaut:
ihr stehen nur die Fahrzeughalle und die damit verbundenen Räume zur Verfügung.
Das übrige Gebäude gehört allen Abteilungen und ihren Feuerwehrmännern
gemeinsam. Gemeinsamkeit – das ist das Schlüsselwort für die Arbeit der drei
Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Aichwald.
„Helfen in Not ist unser Gebot!“
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