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Der Notruf
Häufig belächelt werden die Aufkleber am Telefon, auf denen
die folgenden Notrufnummern stehen:
- Feuerwehr 112
- Polizei 110
- Rettungsdienst 19222
Sicherlich, jeder kennt die Nummer. Jeder kennt auch die
„fünf W-Regel“. Doch kennt man diese auch im Notfall, wenn der Stress
hinzukommt?
Diese Frage können wir ihnen an dieser Stelle auch nicht
beantworten. Stattdessen möchten wir ihnen Hilfestellungen geben, mit denen sie
einen Notruf korrekt absetzen können.
Der Notruf, der alle wichtigen Informationen enthält, ist
für den späteren Erfolg des Einsatzes die Grundvoraussetzung. Der Disponent
baut sich aus ihren Informationen ein Bild des Einsatzes zusammen und alarmiert
daraufhin alle notwendigen Kräfte. Aus diesem Grund sind alle Informationen wichtig.
Nun stellt sich die Frage, was gehört zu einem richtigen Notruf. Zwei Dinge
sind wichtig: die Notrufnummer 112 und die "Fünf W".
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- Wo ist der Notfallort?
- Was ist passiert?
- Wieviele Verletzte gibt es?
- Wer meldet den Notfall?
- Warten auf Rückfragen!
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Auch ihr Kind sollte diese Regeln vermittelt bekommen. Schon
im Vorschulalter kann der Nachwuchs durch einen richtigen Notruf Leben retten!
Gleichzeitig sollten Kinder aber auch wissen, dass ein missbräuchlicher Notruf
für die Eltern sehr teuer werden kann.
Da beim Notruf immer die Nummer des
Anrufers auf dem Bildschirm erscheint, auch wenn die Nummer unterdrückt wurde
(z.B. beim Handy) oder ein analoger Anschluss vorhanden ist (also kein ISDN),
ist es mit bloßem Auflegen nicht getan.
Die meisten der eingehenden Notrufein den Leitstellen, etwa
80% aller Notrufe, sind Unfug, häufig durch Kinder die eine Mutprobe oder
ähnliches machen. Aber auch Erwachsene "verwählen" sich öfters. Die
Schwierigkeit besteht darin, dass der Disponent herausfinden muss, ob er es mit
einem „Witzbold“ zu tun hat. Der Disponent ist und dadurch gebunden und kann
währenddessen nicht weitere Anrufe entgegen nehmen, obwohl an anderer Stelle
dringend Hilfe benötigt würde.
Die Notrufnummern 112 und 110 sind grundsätzlich kostenlos, auch von einem
Mobiltelefon aus. Ebenso von einer Telefonzelle können Sie ohne Karte oder
Münzen den Notruf wählen. Früher waren in vielen Telefonzellen SOS-Schalter
eingebaut, dies ist mittlerweile überflüssig. Auch Handys ohne Kartenvertrag,
ohne geladenes Guthaben bzw. ausgeschaltete Handys können für das Absetzen
eines Notrufs genutzt werden. Beim Notruf mit dem Handy werden sie an die
automatisch an die zuständige Rettungsleitstelle oder Polizeidirektion weiter
verbunden.
Im europäischen Ausland können sie das Mobiltelefon ebenfalls
einsetzen. Auch dort ist die "112" die gültige Notrufnummer. Besonders unterwegs ist es wichtig, vor dem Absetzen des Notrufs sich zu
orientieren! An den deutschen Autobahnen befinden sich in knie Höhe weiße Hinweisschilder,
die den laufenden Kilometer anzeigen. Bei einem Notfall auf der Autobahn werden
Sie in der Regel neben der Fahrtrichtung auch nach dem Kilometerstand bzw. der
zuletzt passierten Ausfahrt gefragt. Sinnvoll ist es, einen Notruf nach einem vorgefertigten
Muster abzusetzen und dabei die wichtigsten Angaben zuerst zu nennen.
Handy-Verbindung bergen einige Unsicherheitsfaktoren. Die Verbindung kann in
Folge einer schlechten Netzabdeckung oder leeren Akkus schlagartig abreißen. Die
wichtigste Information ist dabei immer der Ort.
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